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Auch bei diesem Insulin wurden einzelne Bausteine des Insulinmoleküls verändert, diesmal aber mit dem Ziel, die schon oben erwähnte 6er Bindung zu verstärken, damit das Insulin sehr langsam und gleichmäßig freigesetzt wird.
Insulin glargin ist eine klare Lösung und muß deshalb vor dem Spritzen nicht erst geschüttelt werden. Erst im Unterhautgewebe verklumpt dann das Insulin sehr schnell und wird danach nur sehr langsam wieder frei.
Der Vorteil dieses neuen Insulins ist die lange Wirkdauer (meist über 24 Stunden) und vor allem die gleichmäßige Freisetzung. Bei den konventionellen Verzögerungsinsulinen ist die Wirkung in den ersten Stunden nach der Injektion deutlich stärker als später, und das muß der Diabetiker unter Umständen abends z.B. mit einer Spätmahlzeit ausgleichen.
Dieses Insulin dient also der Grundversorgung des Körpers, es ist nicht zur Deckung des Insulinbedarfs nach dem Essen gedacht. Vor allem Patienten, die trotz mehrfacher Gabe von Verzögerungsinsulin morgendliche hohe Blutzuckerwerte haben, können von diesem Insulin profitieren. Es bietet sich vor allem für die Kombination mit schnell wirksamem Insulin zu den Mahlzeiten an.
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Insulin glargin hat eine etwa 6-8 fach höhere IGF1-Rezeptorbindungsstärke und eine etwa 7,8 fach höhere Zellteilungsförderung (Mitogenität) als natürliches Insulin.
Es gibt ein nicht auf den Markt gekommenes Insulin-Analogon (B10Asp = X10), das eine 9,8 fach höhere Zellteilungsförderung als körpereigenes Insulin aufwies und im Tierversuch zu erhöhten Krebsraten führte.
Zumindest theoretisch ist deshalb nicht ausgeschlossen, daß Insulin glargin einen gewissen tumorfördernden Effekt oder einen Wachstumsfördernden Effekt auf die Augengefäße hat. Erst die längere Anwendung und Beobachtung dieses Medikamentes wird diese Unsicherheit beseitigen helfen.
Manche Patienten berichten, daß dieses Insulin beim Spritzen schmerzhaft ist (ein Grund könnte der Säuregrad der klaren Lösung sein).
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